Modul

Partizipation
Vorgehen & Tools

4Partizipation verankern

Die Beteiligung von Stakeholdern kann projektbezogen und zeitlich befristet organisiert werden. Für einzelne Vorhaben ist das sinnvoll und effizient. Bei übergeordneten Themen wie nachhaltiger Destinationsentwicklung, Mobilität oder Klimaschutz ist es hilfreich, fixe Strukturen für regelmässige Partizipation zu schaffen. Solche Strukturen können entweder regelmässig stattfindende Formate wie Workshops oder fixe Gremien wie zum Beispiel ein Nachhaltigkeitsrat sein. Damit werden klare Anlaufstellen geschaffen und kontinuierlicher Austausch sichergestellt. Relevante Akteur:innen müssen nicht jedes Mal neu aktiviert werden, sondern bringen ihre Perspektiven laufend ein. Durch die Verankerung von Partizipation wird die Beteiligung planbar, verbindlich und zu einem festen Bestandteil der nachhaltigen Entwicklung der Destination.

Regelmässige Beteiligungsformate

Zukunftswerkstätten, Dialogveranstaltungen oder Workshops, die fest im Kalender verankert sind und regelmässig stattfinden, schaffen Vertrauen und Wiedererkennbarkeit. Wichtige Neuerungen können über diese Formate kommuniziert und die Meinungen und Ideen von Beteiligten regelmässig abgeholt werden. Die Ergebnisse werden festgehalten und in die weitere Entwicklung der Destination integriert. So entsteht ein konstruktiver Lern- und Entwicklungsprozess.

Integration in bestehende Formate

Solche wiederkehrenden Partizipationsformate können auch in regelmässig stattfindende, bestehende Veranstaltungen integriert werden, zum Beispiel in einen Herbstmarkt oder ein Fest zum Saisonende.

Fixe Gremien

Ein Gremium, das divers zusammengesetzt ist und sich regelmässig trifft, verankert Partizipation dauerhaft in der Destination. Das Gremium kann zum Beispiel «Nachhaltigkeitsrat», «Tourismusforum» oder «Forum für Nachhaltigkeit» genannt werden. Es vernetzt die Akteur:innen und schafft durch regelmässige Treffen Verbindlichkeit. Achte auf eine klare Koordination, regelmässige Sitzungen und eine transparente Dokumentation der Ergebnisse.

Integration in bestehende Gremien

Es muss nicht immer ein neues Gremium sein. Bestehende Gremien können ebenfalls genutzt werden, um Beteiligte regelmässig zu integrieren, breiter abgestützte Ideen abzuholen oder Themen weiterzuentwickeln. Eine Beiratssitzung kann beispielsweise durch einen Workshop ergänzt werden und dadurch neue Perspektiven eröffnen und die Diskussion vertiefen.

Beteiligungs-Zeitplan

Ein Beteiligungs-Zeitplan ist eine einfache Methode, um den Überblick über alle partizipativen Aktivitäten zu behalten. Darin hältst du fest, welche Stakeholdergruppen in welchem Rhythmus und mit welchem Format einbezogen werden. Nutze dazu die Vorarbeit aus der Stakeholderanalyse und ergänze die Aktivitäten der fixen Gremien und/oder regelmässigen Veranstaltungen. So erkennst du Synergien und Lücken sowie zu eintönig eingesetzte Formate und Methoden. Wichtig: Die Bedürfnisse und Erwartungen von Stakeholdern verändern sich im Laufe der Zeit. Daher sollte die Beteiligung regelmässig überprüft, angepasst und idealerweise fortlaufend gestaltet werden.